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Vorbereitungen für Asylbewerberunterkunft

Auf dem Grundstück an der verlängerten Richard-Wagner-Straße, auf dem der Main-Taunus-Kreis eine Asylbewerberunterkunft errichten will, ist in dieser Woche Boden abgetragen worden. Die Arbeiten sind aus logistischen Gründen vorgezogen worden. Wie der Erste Beigeordnete Franz Jirasek vom Kreis erfahren hat, wird in den nächsten Wochen auf dem Gelände nichts passieren. Erst Mitte April sollen dort die Fundamente für das Gebäude gesetzt werden. Mit der Lieferung der Bauteile (Module) wird Ende April gerechnet. Der Kreis möchte die Unterkunft am 21. Juli in Betrieb nehmen, so jedenfalls ist es geplant.

Der Erste Beigeordnete Jirasek schaute sich nach den Bodenarbeiten noch einmal das Gelände an, das als Standort für die Asylbewerberunterkunft ausgewählt wurde. Am Boden kann man bereits den Umriss des L-förmigen Gebäudes erkennen.

Bis dahin könnte die Aufnahmeverpflichtung der Kommunen analog zu der Zahl der Asylsuchenden weiter steigen. Aktuell soll die Gemeinde Kriftel 37 Flüchtlinge aufnehmen. Grundlage für die Berechnung ist die Einwohnerzahl. Die Aufnahmekapazität des Gebäudes, das der Kreis hinter dem Krifteler Friedhof errichten wird, beträgt bis zu 40 Personen. „Wir können unser derzeitiges Soll damit auf jeden Fall erfüllen“, stellt Jirasek fest. Sollte die Aufnahmequote nach weiteren Berechnungen auf über 40 Flüchtlinge steigen, dann müsste man sich in Kriftel nach weiteren Unterbringungsmöglichkeiten umschauen. Das ist bei dem derzeit anhaltenden Flüchtlingsstrom nicht auszuschließen.

An der Richard-Wagner-Straße soll eine Familienunterkunft entstehen. Einziehen werden vor allem Familien aus Syrien, möglicherweise auch aus Pakistan oder Afghanistan. Das unbebaute Grundstück ist 2635 Quadratmeter groß. Etwa 690 Quadratmeter gehören der Gemeinde, 1945 Quadratmeter hat die Kommune schon vor etlichen Jahren von einer Privateigentümerin aus Kriftel gepachtet, die mit der geplanten Nutzung einverstanden ist.

Zuständig für den Bau der Unterkunft wie auch für die Betreuung der Menschen, die dort einziehen werden, ist der Kreis. „Wir werden aber alles dafür tun, dass die Flüchtlinge, die zu uns kommen, bei uns eine gute Aufnahme finden“, hatte die Krifteler Rathausspitze bereits bei der Vorstellung der Pläne betont. In den 1990er Jahren lebten eine Zeit lang über 100 Flüchtlinge in der Gemeinde, die meisten von ihnen in einer Wohnanlage am Ortsrand. Die Kirchengemeinden bereiten eine Wiederbelebung des Arbeitskreises vor, der sich damals gebildet hatte, um den Kontakt zu den Asylbewerbern zu suchen und ihnen das Leben in der für sie neuen und ungewohnten Umgebung zu erleichtern.

Jirasek hat mit den Vertretern der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde wie auch der Freien evangelischen Gemeinde einen Termin vereinbart: Am 13. März will man sich im Rathaus treffen, um über das weitere Vorgehen zu sprechen und sich auszutauschen. Der Erste Beigeordnete hat dazu auch den zuständigen Amtsleiter aus der Kreisverwaltung eingeladen, ebenso den Ausländerbeirat, der sich hier ebenfalls einbringen will. „Wir freuen uns sehr darüber, dass es in der Gemeinde Menschen gibt, die bereit sind, den Flüchtlingen zu helfen und sie beim Einleben in der für sie fremden Umgebung mit Rat und Tat zu unterstützen“, so Jirasek.